• Heiner, 23 Mrz 2007 /  Bilder, Reiseberichte 1 Comment

    In Wiesbaden sehr gut geschlafen und sehr gut geduscht (danke nochmal!), macht Lange Station in NB. Sein erster Slam als Zuschauer seit 5 Monaten… – Lange ist kein Franke, auch wenn er dauernd dort auftritt -

    Um 17 Uhr in NB angekommen, bleibt Zeit, im Neuen Museum die Zeit totzuschlagen. 5 Minuten vor Streifenbildern stehen und rumhüpfen, und alle Wärter halten Lange für verrückt. Dann der große Frankenslam: Michl hat sich ins Zeug gelegt und der Festsaal füllt sich mit 250 Leuten – die Werbung hat sich gelohnt. Maddin ist Co-Moderator. Marc-Oliver Schuster bringt die Meute mit Katze zum Johlen, dann gehts los.

    Das Lineup (siehe Galerie) ist Frankens Spitze, niemand bringt in der Vorrunde schlechte Texte. Die erste Runde ist bis auf Intifa-Dada und Christian von ernsthaften Texten geprägt. Und die sind gut. Felix Kern, dem Lange nächstes Mal besser zuhören sollte, erzählt fein, Pauline Füg lässt sich finden, Nils Rusche und Felix Brenner nehmen sich im Team einem ernsten Thema, “Missbrauch im sozialen Nahraum” an, und das in einem mitreißenden Takt – so gehört sich das! Christian bekommt den lautesten Applaus für seine “Pimps der 1A-Story” (was irgendwie zu erwarten war).

    Marc-Oliver heizt weiter ein mit Katze, Aspirin und Bananenschalen, dann macht Marta D. Bednarczyk weiter mit einer ganz frisch geschriebenen, handwerklich guten, aber thematisch leider schon oft gehörten Geschichte (Blackout rekapitulieren). Papa Guido schockt mit Kot, reißt das Ruder aber noch mit witziger Wurmlyrik um. Janis Lasmanis macht Minutenlyrik, die durchaus mehr Potential hat, als es das Publikum honoriert. Dann Langes Geheimfavorit Bybercap Junior (der sich gegenüber Lange für das Erlanger Publikum in die Bresche wirft, weshalb Lange Erlangen nochmal ‘ne Chance geben wird) und seine bärenstarke “Herr Schmidt/Schmiiiidt verzweifelt am deutschen Schulsystem”-Geschichte. Geil. Zuletzt Sigi Hirsch, der seinen Nonsens (darf Lange das sagen?) souveräner und konsequenter als sonst vorbringt und laut beklatscht wird.

    Die Auszählung bringt Christian, Bybercap und Sigi ins Finale. Zuerst zeigt der gefeaturete Marc-Oliver seine emotionale Seite – man merkt, dass er nicht auf Lebenszeit “Katze” bleiben will. Lange denkt sich: In der dionysischen Tetralogie kommt zuerst die Katharsis, danach das Satyrspiel – bei Marc-Oliver ist das anders herum. Christian beginnt mit seiner beim WDR-Slam gelesenen Story im “Lola rennt”-Stil, das Publikum hat Spaß. Bybercap verabscheut Osteuropa, aber doch nicht – die Wendung kommt in den letzten 4 Worten, das ist zu spät für’s Publikum. Sigi ist grotesk. Christian gewinnt verdient, aber das Finale an sich enttäuscht leider, im Vergleich zur Bombenvorrunde. Lange darf wieder (siehe Erlangen) beim Sieger auf der Couch pennen – dankeschön!

    Links: Nils’ Bericht / Bericht im Frankenslamforum


    Bildergalerie 1. Frankenslam 22.03.07.

    Posted by Heiner @ 13:17

One Response

WP_Blue_Mist
  • pauline Says:

    hallo heiner,
    magst du mir mal die fotos, die du von mir gemacht hast zukommen lassen? die gefallen mir nämlich richtig gut!
    pauline

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