• Heiner, 13 Mrz 2007 /  Bilder, Reiseberichte 1 Comment

    Den Nachmittag in Michls Wohnung verbracht, Bilder sortiert und den Ordner der Fürth-Originalfotos versehentlich gelöscht. Mist. Michl und Martina fahren nach Ansbach vor, Lange ist um 18:40 mit Christian Ritter verabredet und wartet am Bahnsteig, aber Christian kommt nicht. Warum, erfährt Lange erst per SMS, dann heute morgen in der Nürnberger BILD-Zeitung:

    Christian Ritter, U-Bahn-Fahrsch�ler

    Der heutige Slam in Ansbach ist ein Slam ohne Wettbewerb, trotzdem sind Frank Klötgen und Lange die Featured Artists des Abends – sehr angenehm. Frank bringt “Auf Halmhöh’ von Malmö”, “Kacheln” und “Muckefuck” und Lange findet, dass er sich von Frank ne Scheibe abschneiden könnte (Wurst? nein, Vortragstechnik!), was aber leider nicht geht. Lange macht sich mit seinem (ehrlichen) Bekenntnis zum Fränkischen als dem entspanntesten Dialekt überhaupt das Publikum zum Freund und rockt es mit “Wochenendballade”, “Lebensqualität” und auf Wunsch u.A. Michls mit “Wurst”. Lange erlebt sein erstes Mal als Featured: Sehr angenehmes Gefühl, den Applaus genießen zu können, ohne bange die Ohren spitzen zu müssen, ob das jetzt lauter, länger und sonstirgendwie unterschiedlich zu Kontrahent XY ist. Michl liest zum ersten Mal in Ansbach seinen alternativen Jahresrückblick 2006 (der leider bald nicht mehr ziehen kann…), Christian ist mittlerweile auch da, versucht sich an Lyrik und lässt Knut, seinen armen Wellensittich, an der Scheibe kleben. Auch die Ansbacher Poeten scheinen vom Konkurrenzdruck befreit, was ihnen zu Gute kommt. Ein Ansbacher scheint vom Lampenfieber so sehr beflügelt zu sein, dass er 2 Verse hintereinander doppelt liest – das Publikum lacht, aber lacht ihn nicht aus. Nett. Lange bekommt Von Dr. Wolfgang Hahn für den Wursttext ein nettes Geschenk.

    Dann zurück nach Nürnberg, Schlaf, Frühstück, Franks Buch noch schnell gekauft (feines Ding mit CD!), Rückfahrt nach Landshut.

    Bildergalerie Ansbach 13.03.07

    Bonusmaterial: Lange hat sich ins Zeug gelegt und Poetry Panoramen gebastelt: Frank Klötgen, Christian Ritter.

    Nachtrag (dann reichts aber!): Beim Frühstück noch über Polizeikontrollen geredet, schon wollen die Herren in Grün im Zug Langes Ausweis und sein hübsches Gesicht sehen. Danach geht Lange aufs Klo. Die Polizisten sitzen im Zwischendeck des Waggons, direkt vor der Toilette. Während vor dem Zugfenster der Frühling, der alte Vollprolet der Jahreszeiten, sein blaues Band wieder durch die Lüfte flattern lässt und die Spapsen zwipschern, überlegt Lange, ob er im Sitzen pinkeln soll, weil Polizisten ja Röntgenblick haben. Er pinkelt im Stehen und lässt laut Einen fahren, was er vor sich selbst unlogischerweise als zivilen Ungehorsam rechtfertigt, obwohl es die beiden Grünlinge nicht gehört haben. Komischer Kerl, dieser Lange.

    Posted by Heiner @ 16:24

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