• admin, 24 Sep 2009 /  Bilder, Landshut, Publicity

    Zeit hab ich, Zeit nutz ich, Programm für Landshut mach ich und hab ich gemacht. Die nächsten 3 Monate: Cooler Shit. Hier ist der nächste Flyer.

    Isser nich schön geworden?

    Isser nich schön geworden?

  • admin, 22 Sep 2009 /  München, PauL

    Dieses Vereinsheim. Irgendwie wächst es mir immer mehr ans Herz. Und mit dem Team dort aufzutreten hat seinen ganz speziellen Reiz. Zusammen Currywurst mit Pommes essen, ne Spezi trinken, dichten, ein Weißbier, taugt.

    Sonntag, Schwabinger Schaumschläger

    Kaum Publikum. Im Vereinsheim ist man wohl doch ein Stück “münchnerischer” als im Stragula, wo gerne auch mal Leute aus Protest gegen diverse Volksbespaßungen hingehen. Münchnerischer in dem Sinne, dass man sich nix scheißt und halt auch mit Spaß an der Freud aufd Wiesn geht. Moses Wolff war vor dem Auftritt dort, seine Texte spiegelten das in Form und Inhalt wunderbar wieder. PauL waren konzentriert und präzise. Ein wenig mehr Spontanreaktion des Publikum hätte geholfen, aber wir waren zufrieden.

    Montag, Blickpunkt Spot

    Der Blickpunkt. Den hatte ich ja nach meinem ersten Auftritt dort ein wenig schief beäugelt, nach dem zweiten aber sehr wohlwollend. Hannes Ringlstetter als Moderator ist an Bosheit und Spontanität kaum zu überbieten. Die Wiener BlöZinger zeigten vor uns, wie Minimalcomedy funktioniert. Großes Kino!

    Wir betraten nach der Pause die Bühne und lieferten unser Set, beginnend mit “Allein sein”. Gesichter noch leicht fragend. Weiter mit “Larger than Life”: Lachende Gesichter ab der Zombieszene. Dann das “Money-Fest”: Bäm! Eis gebrochen, die Leute feierten. Zuletzt “Wikipedia”: Flutsch, zack, donnernder Applaus. Innerhalb von 20 Minuten zogen wir das Publikum von leichter Irritation in die Ekstase.

    Peter von den Sportis zu uns nach der Show: “PauL flasht.”

  • admin, 20 Sep 2009 /  Kiezmeisterschaft, München, PauL

    Am Anfang sahs ja so aus, als ob das ziemlich anstrengend werden würde. 14 Leute in der Liste, fehlender Beameradapter kurz vor Beginn der Show, und mittendrin: PauL.

    Viele Neulinge waren diesmal am Start, insgesamt sogar sechs weibliche, da frohlockt der nach Abwechslung auf der Bühne gierende Zuschauerherz. Clara holte sich mit ihrem Text mal eben so 29,5 von 30 Punkten, die Menge tobte. Paul holte sich (mal nicht soeben, denn der Text war noch unerprobt, brandneu) 30 von 30 Punkten. Damit ist der 29,9 Punkterekord von Julius Fischer hinfällig. Sorry Julius. Mit einem sauwitzigen Auftritt als Letzter der Liste gesellte sich noch Mani Eder ins Finale dazu.

    Beim Finalapplaus klatschen vermutlich für Clara ein paar mehr Leute, für PauL wars wohl ein Stück lauter. Die Sieger: Drei grinsende Wallstreet Boys. Der ein oder andere Stammgast meinte, das sei die bisher beste Kiezmeisterschaft gewesen. Schön.

    Ausblick:

    Heute Abend Schwabinger Schaumschläger im Vereinsheim mit Poesie aus Leidenschaft als Gästen. Heißt: Wir können vermutlich das volle Programm durchziehen. Morgen Blickpunkt Spot, am selben Fleck.

  • admin, 14 Sep 2009 /  München

    Sommerpause zu Ende, Substanz fast voll, passt. Falls sich das je ändern sollte, wandere ich aus.

    Ich erlaubte mir den Spaß, endlich mal mein Meteorologiestudium zu thematisieren. Etwas gehetzt, aber die Leute hatten Spaß. Nichtsdestotrotz musste ich mich meiner Schülerin Sonja Popp geschlagen geben, die aus meiner Vorrunde ins Finale einzog. Dort traf sie auf einen grandiosen Gabriel Vetter, der mir mit “Menschsein ist heilbar” und dem “vollkommen klischeefreien Kommissar Feuerwehrmann” (eine Parabel auf Slam? so schien es mir) aus der Vorrunde so viel Freude am Zuhören bereitet hat, dass ich garnicht mehr weiß, wann ich das letzte Mal so viel Freude am Zuhören hatte.

    Es lief dann auf einen Doppelsieg hinaus. Nuja, das scheint sich ja als Tradition im Substanz einzubürgern. Auf jeden Fall: Gabriel Vetter, der Mann der Stunde. Großartig. CD-Review folgt.

  • admin, 13 Sep 2009 /  Bilder, Reiseberichte

    Salzburg, Heimatort des Gummibärchengetränks mit der anregenden Wirkung! War es Zufall, dass auf dem Weg zur ARGE mehrere Red-Bull-Dosen im Gebüsch lagen und Ko bereits mit einer Dose in der Hand dort stand? Rätselhaft.

    In der Arge: Gut, nicht arg.

    In der Arge: Gut, nicht arg.

    Das Line-Up gesalzen: Daniel Wagner, Bas Böttcher, Gabriel Vetter, Grög!, der Koschuh (Innsbruck), Yasmin Hafedh (Wien) sowie noch ein Wiener und, man höre und staune, auch ein Salzburger. Dessen Namen ich mir natürlich prompt nicht gemerkt habe. Lazy me.

    Stimmungstechnisch ging Einiges. Die Auftritte der Poeten waren derart mitreißend, dass Ko und Rayl nicht genötigt waren, die Leute noch weiter in großem Maße anzuheizen. Ins Finale kam ich nicht, da waren Daniel Wagner und Grög!, Ersterer gewann.

    Merkwürdige Szene beim Pinkeln, alle drei Pissoirs von drei jungen, leicht exaltiert gekleideten Herren im Subprime-Alter (25 bis 35) belegt. Ich wende keine Besondere Angestrengung aufs Zuhören auf, komme aber nicht drumrum, folgenden Dialog mitanzuhören:

    2 zu 3: Wüst an sehng?

    3: Scho. Schee groß isser! Oba hod dös nöd wähdo?

    2: Naa, s Stecha wor a Schaas.

    1: Und wia is mim Lustgfüi?

    2: Geil is.

    Davon unabhängig versuchte ich herauszufinden, was passiert, wenn man auf und nach einem Slam keinen Alkohol trinkt. Ergebnis: Schlafen schwierig. Ich brach um 5 Uhr auf und schlief in München fertig.

    5 Uhr in Salzburg: Ausgebrannte Bildung.

    5 Uhr in Salzburg: Ausgebrannte Bildung.

  • Heiner, 10 Sep 2009 /  Lange Denkt, Publicity

    Die Kiezmeisterschaft ist ein Ort der Legenden. Doch Mythen, wer zwischen Juli 2008 und August 2009 denn nun gewonnen hat, müssen nun der Wahrheit weichen: Crazy Sacha, Autor des noch viel crazieren Storzblogs, hat endlich das Mini-CMS (content management system) gebastelt, mit dem ich jetzt nach jeder Kiezmeisterschaft die Sieger eintragen kann. Hurra!

    Am Wochenende trete ich in Salzburg und im Substanz auf. Solo. Jesses! Gibt’s sowas noch?! Ja. Am Samstag und Sonntag, in Salzburg und Substanz. Prost Mahlzeit, bis dann.

  • Heiner, 03 Sep 2009 /  Lange Denkt, Texte

    Als Gregor eines Samstagmorgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem blechernen, harten Rücken und sah, wenn er die Frontstoßstange ein wenig hob, sein flaches, schutzlackiertes, von kreuzförmigen Versteifungen geteiltes Fahrgestell, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vier, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen, Reifen flimmerten ihm hilflos vor Augen.

    „Was ist mit mir geschehen?“, dachte er. Er überlegte weiterzuschlafen und alle Narreteien zu vergessen. Aber das war gänzlich undurchführbar, denn er war gewöhnt, auf der rechten Seite zu schlafen, konnte sich aber in seinem gegenwärtigen Zustand nicht in diese Lage bringen. Mit welcher Kraft er sich auch auf die rechte Seite warf, immer wieder schaukelte er in die Rückenlage zurück. Er versuchte es wohl hundertmal, schloss die Augen, um die durchdrehenden Räder nicht sehen zu müssen, ließ dann aber davon ab, nachdem sein Kotflügel ob der harten Wand schon verbeult war.

    So starb er nach langem Todeskampf mit leerem Tank, und wurde erst 30 Jahre später von einem Ingenieur eines Wolfsburger Automobilherstellers gefunden, der mit der Konstruktion von Gregors metallernem Exoskelett einen durchschlagenden Welterfolgt feierte. Und so lief er, und lief, und lief, und lief.

    Weitere 60 Jahre später wurde, ganz unabhängig davon, ein Blogschreiber für die Verbreitung unzumutbaren Nonsenses mit Schreibverbot bestraft.