• Heiner, 30 Jun 2009 /  Bilder, München, Publicity, Reiseberichte

    Göttingen

    Am Sonntag war ich in Göttingen. Weil ich den alten Operationshörsaal sehen wollte, in dem der Slam stattfindet. Das isser:

    In Göttingen werden Dichter seziert.

    In Göttingen werden Dichter seziert.

    Und ich bin nicht ins Finale gekommen. Darum ist dieser Text auch so kurz, weil, das kennt man ja: Hat der Lange keinen Erfolg, will er darüber auch nicht berichten.

    Radio

    Bumillo und ich sind heute Abend (21 bis 23 Uhr) bei EgoFM im Studio. Den Sender kannte ich bisher noch nicht, aber er scheint weder erzkonservativ christlich noch hyperkommunistisch zu sein. Falls jemand sich die Zeit nimmt, auf der Homepage gibst nen Livestream.

  • Heiner, 24 Jun 2009 /  Lange Denkt

    Komisch. Gestern Abend war ich Helfer bei einem Forschungsprojekt, und heute morgen fällt mir ein, dass ich selbst schon Objekt ebendieser Untersuchung war/bin. Verrückt, oder?

  • Heiner, 21 Jun 2009 /  Bilder, Lange Denkt, PauL, Reiseberichte

    Lange.Slam.Blog präsentiert eine kurze Geographiestunde:

    Wenn man in Passau auf dem Innenstadt-Dreieck steht und der vorwärts fließende Fluß links von einem liegt und relativ dunkel und doch transparent schattiert ist, so ist das die Donau. Wenn der vorwärtsfließende Fluss rechts von einem liegt und gelblich schlammig wirkt, ist das der Inn. Und die Ilz ist nochmal ganz anders. Das merke man sich. Denn wenn es regnet, und man nach der Slamlocation “Uni-Mensa” (die athmosphärischste Mensa Deutschlands) am falschen Fluss sucht, ist man falsch und bald auch recht nass. Wenn man die Gabe hat, sich darüber zu amüsieren (vorhanden), so ist das lustig. Ich hatte rückblickend Spaß daran. Bumillo nich so. Scharri weiß ich nicht.

    10 Jahre Poetry Slam in Passau…

    Drei Moderatoren (Vorgänger von Anna und Christoph) reden mehr als zwei.

    Drei Moderatoren (Vorgänger von Anna und Christoph) reden mehr als zwei. Und Pflanzen dekorieren Bühnen ungemein!

    … war das Jubiläum, zu dem Ein gutes Team eingeladen war, sich im Wettbewerb zu beweisen. Zusätzlich feierte der Kuwi-Studiengang in Passau sein 20-Jähriges, und es scheint so, als rekrutiere sich ein Großteil der Passauer Slamszene aus Kuwis. Und Kuwinen. Und huiuiui, so viele und dazu noch so schöne Frauen habe ich in meiner Slamgeschichte noch nie im Publikum gesehen. Und was die für ne Begeisterung an den Tag gelegt haben, holla die Waldfee! Warum studiere ich eigentlich in München?

    Deutschlands schönste Mensa, und Publikum.

    Deutschlands schönste Mensa, und Publikum.

    Ein gutes Team präsentierte in der Vorrunde “Alleinsein”, auswendig, und kam recht easy ins Finale. Und der Text scheint echt ne dicke Nummer zu sein. Vielleicht sogar dicker als ADHS und Larger than Life (das wird sich zeigen). Im Finale stand auch eigentlich-Passauerin Franziska Holzheimer (deren ersten Slamauftritt Lange nachweisbar selbst erlebt hat), die nach uns drankam. Wir hatten den Wikipedia-Text fürs Finale auserkoren. Nachher sagte man uns, dass der Wikipedia-Text in Sachen Tiefgang deutlich hinter “Alleinsein” stünde. Interessant… Franziska war danach dran, holte sich den Davidsbonus* und gewann mit I’d like to thank the Academy. Dramaturgisch wärs nicht besser gegangen. Schöner Abend.

    * Davidsbonus: Man geht auf die Slambühne und macht noch vor dem Text seine vermeintliche (im eigenen Ermessen durchaus vorhandene!) Chancenlosigkeit klar. Das traditionelle Slampublikum mag Traditionell den Underdog. Der Davidsbonus wirkt gegen den vermeintlichen Goliath, wenn der vermeintliche David dann auch noch richtig gut ist. Es gilt als problematisch, den Davidsbonus anzuwenden, noch problematischer aber ist es, jemanden darauf hinzuweisen, er habe ihn angewandt, da diese Anwendung zumeist unbewusst geschieht. Dieser Erklärungsabsatz hiero ist nicht als Hinweis zu verstehen.

  • Heiner, 19 Jun 2009 /  PauL, Reiseberichte

    Ich sitze in Scharris Küche, der Wasserkocher gurgelt und der Gastgeber holt Croissants.

    Gestern hatte “Ein gutes Team” einen feature-Auftritt im Stuttgarter Jugendhaus, moderiert von Nikita Gorbunov. Neben “Larger than Life” und “ADHS” hatten wir auch einen am Nachmittag erst vollendeten Text in den Hosentaschen. Selten war ich so unsicher, ob ein Text funktioniert. Und, was soll man sagen: Ja, der funktionierte. Das Publikum, meinte Bumillo, “enjoyed itself”. Ein zwanzigköpfiges Rhetorik-Seminar war extra für den Slam aus Tübingen angereist und hatte offensichtlich Spaß daran, die verschiedenen Ebenen unserer Texte (denen man gelegentlich zu Recht latente Publikumsüberforderung vorwirft) auseinanderzunehmen.

    Die Locals des Slam: Jung, poetisch, und ziemlich unverbraucht. Wenig auf ausgefahrenen Slamschienen unterwegs. Gewonnen hat Pierre mit ruhigen Texten. Schon lange niemanden mehr gesehen, der seinen Text so gründlich vorgetragen hat. Sich die Zeit einfach genommen hat.

    Heute Mittag gehts mit Bumillo und Scharri ab nach Passau. Dort scheint es zu regnen, sagt Wetteronline. Also wohl kein zweites Openair am Stück. Aber hey: Das Scharfrichterhaus! Da hab ich aber sowas von Bock drauf!