Samstag
Aus verschiedensten Himmelrichtungen fanden sich Scharri, Bumillo und Lange in Buchloe ein. Ziel: Hirschslam. Weg: Schreiben und Proben!
Hatten wir im Vorfeld darüber nachgedacht, lieber in Münchener Wohnküchen zu proben, überzeugte uns Bo mit dem Angebot, dass wir von Mittag bis Abend im Hirsch Zeit, Raum, Pizza und Kaffee bekommen könnten. Und was soll man sagen: Genau so liefs, und nicht anders. Wir wurden von Hirschwirt Wumi und den anderen Leuten wunderbar verpflegt, bekamen den Hirsch-Saal als Proberaum und sogar drei Mikros mit Anlage zum Proben. Und Pizza in der hauseigenen Pizzeria. Poetenherz, was willst du mehr?

Poe-Tisch
Den Hirschslam durften wir dann als Feature begleiten. Der neue Text: Larger than Life, und geil! Der Rest des Slams: Ausgewogen, frisch, und mit der besten Moderation beschmückt, die ich seit langem gesehen habe.
Sonntag
Brunch in der Studentenstadt. Fiktion und Realität mischen sich: Sollte man das Café ausrauben? Everybody be cool this is a brunch-robbery? Letzte Feilungen am Text, die Aufregung steigt, der Substanz-Slam steht an:
Quälendes Warten… die erste Runde mit Luc Spada, Micha Ebeling, Katalin Kuse, Casjen Ohnesorge und Franziska Holzheimer vermeintlich zugunsten Ebelings unausgewogen gelost, doch oha: Franzi holte sich mit einem grandiosen Auftritt den Rundensieg. B nachher: ‘Wenn ich eine bessere Slampoetin nennen sollte, ich wüsste keine.’
Die zweite Runde also Zitterpartie für Versplay (so unser Name): Tobi Heyel, Jaromir Konecny, Nadja Schlüter, Versplay und Gabriel Vetter, in genannter Reihenfolge. Wir mit Wikipedia, Gabriel mit seinem Baumtext, und das Publikum kochte. Als auch das Applausstechen kein echtes Ergebnis gab, kam es zu einer wunderbaren Szene: Wo in solchen Momenten vielleicht mal einer “Beide, beide!” schreit, rief beinahe das halbe Publikum “Beide, beide!”, und das in einer Stimmlage, der man durchaus Aggressionen gegen das nur-einer-kommt-weiter-System aninterpretieren könnte. Ein Zeichen, dass man im Substanz endlich Viererfinals einrichten sollte?

Finalabstimmung
Finale also Gabriel Vetter, Franziska Holzheimer und Versplay. Der Abstimmungsapplaus: Gleichlaut. Die von Ko und Rayl proklamierten Sieger: Versplay! (Warum? Unser Abgangsapplaus war wohl am lautesten.)
Die Feuerprobe hat Versplay bestanden. Am nächsten Montag folgt ein neues Kapitel: Die erste Teamshow, im Lyrik-Kabinett. Teamtexte und Einzelperformances in Rotation, auf dass den Leuten schwindlig werde!