• Heiner, 18 Feb 2010 /  Bilder, Landshut, Multimedia, PauL

    Gestern war wieder Slam in Landshut. Und weil mein Stiefvater ne neue Kamera hat, Vollformat ey, hat er die gleich mal spazierengeführt und gestern fotografiert. Daher gibts dieses Mal auch Fotos vom Slam. Nachdem ich gerade 350 Bilder auf 50 runteraussortiert habe (einer der Gründe, warum ich zur Zeit sehr gerne analog fotografiere).

    Gewonnen hat Emo Emanuel aus München. Und Sam und Lange haben, von Experten bestätigt, die beste Moderation aller Zeiten hingelegt.

    Und, bevor ichs vergesse: In der ZDF Mediathek findet sich der Auftritt von PauL beim Comedy Lab am Dienstag. Ich empfehle, zur 9. Minute zu skippen, da fangen wir an.

    Bildergalerie Poetry Slam Landshut 17.02.2010

  • Heiner, 15 Feb 2010 /  Bilder, Multimedia, PauL

    PauL im Fernsehen. Wer schaut eigentlich noch Fernsehen? Also ich nicht. Aber ich trete darin auf. Ist das schizophren?

    Köln

    Köln zur Karnevalszeit ist erstaunlich. In Bayern war ich nach meinem 10. Geburtstag schwerer Faschingsmuffel, und nur dunkel erinnere ich an die noch dunkleren Tage in der Schulzeit, als es zur Faschingszeit Mode wurde, in der Clicque den möglichst schlechtesten Witz zu reißen und danach dummentrückt grinsend “Is doch Faschiiing!” zu rufen. Dumme dunkle Zeiten. Aber das Schöne ist: Wenn alle (natürlich alle Anderen) ihre ironische Distanziertheit ablegen, das Hirn daheim im Regal lassen und mit festem Ausflippwillen auf die Straße treten, dann funktioniert das.

    So auch in Köln am Samstag. Eine schwitzende Masse in zwei komplett überfüllten “Café-Bar-Restaurants”, kräftige Boxentürme, schönes Liedgut wie “Mer lasse den Dom in Kölle”, und liebevolle Kostüme von Biene Maja bis Clockwork Orange. Ich war ziemlich verzückt.

    Ehrenfeld

    Schon interessant (oder auch nicht): Zweimal war ich bisher bei einer Fernsehaufnahme, und beides Mal in Köln Ehrenfeld. Dieses Mal war es das Comedy Lab von und mit dem Nightwash-Master Knacki Deuser. Ein schönes Bild bot sich uns, als wir in den Aufenthaltsraum traten: Eine Couch mit einem Plastiklebewesen aus bunten Pom-Poms. Und zehn Kerle zwischen 40 und 50, die sich liebevoll unterhielten und später von Jeans und Polohemd auf Knacklederhose und rose Strümpfe wechselten. Die Pink Poms. Die Sendung mit denen läuft heute um 23 Uhr auf ZDF Neo. Unsere morgen Abend um die selbe Zeit. Wer keinen Fernseher hat, benutzt Zattoo oder geht auf den Mediathek-Link, den ich am Mittwoch hinstelle.

    Lebt das?

    Lebt das?

    Ein Labor.

    Ein Labor.

    Rechts steht der Fernseher.

    (Rechts steht der Fernseher)

  • Heiner, 12 Feb 2010 /  Bilder, München

    Letztes Wochenende war wieder Slamtrain. Eine U-Bahn voller Menschen und Dichtern. Klingt komisch, war lustig. Und ich hab mit der Mittelformatkamera und dem fröhlichkörnigen ISO 3200 – Film Bilder gemacht. Leider ist kein Foto von Black Cracker dabei, weil er/sie nie ins Scheinwerferlicht spazierte, sondern es vorzug, auf einer der Bänke stehend zu performen…

    Bildergalerie Slamtrain 06.02.2010


  • Heiner, 04 Dez 2009 /  Bilder, Lange Denkt, PauL

    Als wir im Juli in der Mensa in Passau mit PauL auftraten, gab man uns den heißen Tipp, uns doch beim Scharfrichterbeil zu bewerben. Ein Kabarettpreis. Hui? Wir machten das. Und bekamen dann nach dem Düsseldorfer Wochenende den Anruf: Wir sind dabei. Als einer der 6 Acts aus ca 90 Bewerbungen. Krass.

    Drei Flüsseeck, drei PauLs, zwei im Bild.

    Drei Flüsseeck, drei PauLs, zwei im Bild.

    Der Abend

    6 Bewerber. Nachmittags im Backstage kommt es zu lustigen Unterhaltungen. “Also, da spielen wir ja quasi gegeneinander, das ist doch sehr merkwürdig!” – PauL feixt. Die Veranstaltung beginnt ordentlich unpünktlich, aber das ist man ja gewohnt. Blöd nur: PauL sind als Letzte dran. Ob da die Leute noch zuhören können, den Umstand bedenkend, dass wir vermutlich dreimal mehr Wörter pro Zeit raushauen als die anderen Auftretenden?

    Backstage. Künstler.

    Backstage. Künstler.

    Eine Einschätzung des Publikums ist während des Warten auch nicht wirklich möglich, da der Raum zu klein ist, um zusehen zu können. Allein durch das Fenster zur Straße kann man einen Blick erhaschen und durch ein Loch zwischen Fenster und Putz auch mal ein Wort aufschnappen.

    Blick durchs Fenster. ANdres bleib nicht übrig.

    Blick durchs Fenster. Andres bleib nicht übrig.

    So beobachtete ich zum Beispiel Axel Pätz aus Hamburg. Der eröffnete und war, optisch, stark. Auch beobachtete ich Ulan & Bator. Die zwei, die gehen durch die Decke. Backstage bereits zwei äußerst erstaunliche Kerle, sind sie auf der Bühne nicht zu halten. Krass.

    Irgendwann durfte dann PauL dran. Der Abschiedsapplaus für den Bewerber vor uns war, durch die sich öffnende Tür hörend, nicht allzu euphorisch. Und dann wir auf der Bühne. Mit unserem Zeug. Mit Wortsalven und Reimkaskaden, und das alles für ein Publikum, das um halb zwölf (nach 5 Auftritten) eh schon recht erschöpft war und zudem vermutlich keine Ahnung hatte, wie es uns einordnen sollte. Und was soll ich sagen… wir haben gekämpft. Wortfaust gegen Betonmauer. Hier und da ein kleines Bröckelchen herausgehauen, gelegentlich mal kurz ein Staubwölkchen, aber ein Riss in der Mauer war nicht zu erahnen. Man kann und darf es so sagen: So wenig direkte Publikumsresonanz hatten wir noch nie, nirgendwo.

    Die Szene, wie wir danach zu dritt im Hintergewölbe mit unserem Weißbier saßen und uns Weißbier trinkend der Ernüchterung hingaben, werde ich so schnell nicht vergessen.

    Preisverleihung: Nein, da war alle Hoffnung bereits weg. Die Möglichkeit, dass uns die Jury vielleicht doch noch auf Platz drei heben könnte, bestand zwar diffus, war aber nicht zu erhoffen. Naja, und dann standen alle auf der Bühne und Ludwig Müller ließ für drei Leute klatschen, die nach diesem Applaus kein Beil bekamen. HÄ? PauL ein Beil? JA! Tatsächlich. PauL holte sich den dritten Platz beim Passauer Scharfrichterbeil! Der zweite Platz ging an Maxi Schafroth, der erste, höchstverdient, an Ulan & Bator.

    Krass. Selten habe ich mir so die Augen gerieben. Der Abstand zwischen unmittelbarer Publikumsreaktion und Juryentscheidung hätte größer fast nicht sein können. Und für uns, die wir IMMER für das Publikum arbeiten, war das sehr verwirrend. Ein Jurymitglied ging danach noch auf uns zu und erläuterte uns die Entscheidung. Und diese Erläuterung, die hat ganz schön aufgebaut. Huiuiui. Richtig wahrgenommen haben wir das dann auch erst am Morgen danach.

    (Nachtrag: Das sagt der bayerische Rundfunk.)

    (Nachtrag 2: Hier gibts Bilder)

    PauL, mit Scharfrichterbeilchen.

    PauL, mit Scharfrichterbeilchen.

  • Heiner, 30 Nov 2009 /  Bilder, Kiezmeisterschaft, Landshut, München, PauL

    Mittwoch, Slam in Landshut

    Poetry Slam in Landshut. Gefreut hatte ich mich, oben im Saal zu sein, aber Pustekuchen. Kein Saal. Foyer. Grumml. Als, ans Mikro tretend, der Sound dann aus den Boxen kam, die im Gang und auf der Treppe standen, war das sehr merkwürdig. Und irgendwie war der Wurm drin. Der Funke sprang nicht über. Da konnten Sam und ich noch so viel probieren, Bumillo konnte noch so sexy sein, die Auftritte konnten noch so gut sein: Irgendwas stimmte nicht. Es war ja sogar voll! Gebracht hats nichts. Moritz Kienemann hat dann gewonnen, der alte (neue!) Abräumer.

    Hoffentlich kommen am 16.12. viele Leute zu Großraumdichten Slam Special.

    Moritz Kienemann zerlegt Landshut.

    Moritz Kienemann zerlegt Landshut.

    München, Kiezmeisterschaft

    Ganz anders dagegen München. Hatten wir im Monat davor nur (inclusive mir) 6 Poeten auf der Liste , waren es am Samstag ganze 15. Darunter zwei Kaliber, die mich wirklich aus den Socken gehauen haben: Freisam aus Koblenz und ein Herr namens Andivalent. Freisam, geschätzte 2,10 Meter hoch, regte sich über die Probleme des Großsein auf und brachte die Grashalmmenge der Zuschauer aufs Heftigste zum Wogen. Bei Andivalent mit “Minnesang 2009″ knickten sie dann um. Aber sowas von. Er holte sich dann im Finale den Sieg. Anscheinend ist er im Januar im Substanz, da bin ich auch, das wird ganz groß, wage ich zu vermuten. Obwohl positive Erwartungshaltung natürlich immer dazu führen kann, enttäuscht zu werden… aber das führt zu weit.

    Freisam. Wahre Größe im Stragula.

    Freisam. Wahre Größe im Stragula.

    Andivalent. Minnesänger 2009.

    Andivalent. Minnesänger 2009.

    Ausblick

    Am Mittwoch fährt PauL nach Passau und wird dort im Kampf ums Scharfrichterbeil. DAS wird spannend. Au ja!

  • Heiner, 25 Nov 2009 /  Bilder, Lange Denkt, München

    Zurück in München seit Samstag. München, die Stadt, in der das Chaos, das Einen umgibt, in erster Linie selbstgeschaffen ist. Beruhigend und beunruhigend zugleich.

    Fotos

    Hendrik Schneller hat im Kato und im Festsaal Kreuzberg Fotos geschossen. Wer langesche Gesichtsakrobatik in beinahe vollender Form sehen will, klickt hier. Gut geworden.

    Hemden

    Ich komme nicht drumrum, über diesen Blogeintrag von Mischa zu schmunzeln: *schmunzel*

  • Heiner, 22 Nov 2009 /  Bilder, PauL, Reiseberichte

    Nein, das hat nichts mit Saalat zu thun.

    Nachmittag

    Nachdem wir gegen Nachmittag noch den neuen Text “Die zärtlichen Poeten” fertig geschrieben haben, liegt es an mir, dem passionierten Spaziergänger, dem Text Ausdruck zu verleihen. Auf Papier. Da ich jedoch auf meinen Spaziergängen durch Kreuzberg nur Kaffee-, Knabber- und Kulinaristikschuppen über den Weg gelaufen bin, zeigt der Kompass ganz klar nach Südwesten, in die Kik- und Callshopmetropole Neukölln. Von Vorurteilen geleitet fällt mir die Wahl schwer und erweist sich dann auch noch als nervenraubend, da der Drucker des Callshops nur eine Seite pro 30 Sekunden kann. Beinahe bin ich versucht (Lüge, meinerseits), mich dem Schizophrenen anzuschließen, der zusammenhangsloses Zeug brüllend über den Hermannplatz torkelt. In der zugehörigen U-Bahnstation wird auch noch hemmungslos gekifft. Ich bin schockiert.

    Abend

    Festsaal Kreuzberg. Wieder so ein Raum, der mit vielerlei schrägen Erinnerungen vom National 2007 verknüpft ist. Ich glaube mich an einen Tierslam erinnern zu können. Ein Tierslam? Was?! Kann nicht sein, odr? Und an Rufe mit dem Wort “Schiebung” bei irgendeiner Auslosung. Aber egal, das ist Szene-Onanie.

    PauL featured und drei PauLs im Wettbewerb. Hatten wir so auch noch nicht und bisher vermieden von wegen Wettbewerbsverzerrung. Aber egal. Ich bin unsicher, welchen Text ich wählen soll, rutsche dann aber noch während des Slams auf den guten alten Backpacker, der hatte schon lange Pause. Stehe auf der Bühne und merke während der ersten Strophe: Shit, die Leute springen tatsächlich darauf an! Auf mich, als Einzeldichter! Merkwürdiges Gefühl. Komme ins Finale, mache nochmal Butter-Landminen-Afrika (… die Leute springen drauf an…) und hole mir den Sieg des Bastard-Slams im November 2009. Ganz komische Sache. Bumillo meinte, ich hätte eine “Out-of-Body”-Erfahrung gemacht, so performen habe er mich ja noch nie gesehen. Ich checks irgendwie nicht so ganz. Normal gehören da Scharri oder Bumillo oder dergleichen hin, aber ich? Ich werde mal recherchieren, wie lange das schon her ist mit dem letzten Slamsieg…

    Nachtrag, habe recherchiert. War letztens bei der Kiezmeisterschaft. Aber halt nich so großer Slam so Line-Up so.

    Festsaal Kreuzberg: Aufräumen, bitte.

    Festsaal Kreuzberg: Aufräumen, bitte.

    Rumhängen am Schlesischen Tor.

    Rumhängen am Schlesischen Tor.

  • Heiner, 20 Nov 2009 /  Bilder, PauL, Slam 2009

    Ein bisschen schreiben, vielleicht noch nen Kaffee trinken, ein wenig warten: Berlin tötet Zeit im Vorübergehen. Und kaum versieht man sich, sitzt man schon wieder in einem Vietnamesen und erfreut sich der tollen Teller/Schüsselformen. Und kaum schaut man ne Stunde später auf die Uhr, grummelt der Magen. Und dann geht auch schon die nächste Reiheneröffnung los: Respect the Poets im Kato.

    Dieses Kato war mir ja noch in guter Erinnerung, nachdem ich dort 2007 den Einzug ins Halbfinale des National Slams schaffte. Aber irgendwie scheint dieser postitive Eindruck den Fakt überdeckt zu haben, dass sich der durchschnittliche Kato-Berliner gerne reserviert gibt. Hierzu stellte ich viele Theorien auf. Zwei zum Beispiel. Möglichkeit 1: Der durchschnittliche Berliner an sich ist kulturell übersättigt und merkt es nicht, wenn künstlerische Starköche (PauL, wer sonst…) feinen Sprachfraß kredenzen. Möglichkeit 2: Der durchschnittliche Berliner möchte ja selbst, wenn er irgendwann nach dem dritten Latte sein Macbook zuklappt und nach Hause geht, auch mal wieder künstlerisch was an den Start bringen, schafft das aber nicht und ist frustriert, wenn er Leute sieht, die es schaffen (PauL, wer sonst…).

    Diese Überlegungen sind bewusst überspitzt provokant formuliert und vermutlich falsch. Es wurde dann nämlich doch noch ein ordentlicher Abend, und spätestens mit dem Bankertext hatten wir die Leute dann im/am Sack. Danach saß ich ziemlich lang in einer Kneipe in einem Sessel und unterhielt mich. Dialogausschnitt: Ich “Ach, is ja nett.” Sie “Gardinen sind nett.”

    Allet klar.

    Man gibt sich reserviert.

    Man gibt sich reserviert.

    Komm schon, trau dich!

    Komm schon, trau dich!

    Na, geht doch.

    Na, geht doch.

  • Heiner, 19 Nov 2009 /  Bilder, PauL, Reiseberichte

    Ich habe diagonal geschlafen. Das liegt daran, dass meine Schlafcouch zu kurz war. Hab mir keins von den Betten gegönnt, da dürfen Scharri und Bumillo drin pennen. Ich bin härter.

    Potsdam

    Potsdam ist lustig. Da war ich mal mit der Schule. Wir haben uns da so ein komisches Schloss angeschaut, und so nen Garten. Und ein Brandenburger Tor haben die auch. Und Hotdogs. Aber zurück zum Thema: “Respect the Poets” nannte Wolf Hogekamp die Reihe, die wir im KuZe parallel zum dort stattfindenen Potslam eröffnen. Man muss sich das mal überlegen: PauL hat damit schon mindestens die dritte Reihe eröffnet: Poetry in Motion in München, Poetengeflüster in Dresden… irgendwann sollte das mal dick Karmapunkte geben: Jedes Mal wieder das Risiko einzugehen, bei einer Premiere vor leerem Haus zu stehen. Und wenn es gut läuft, das Wissen zu haben, dass da später noch mehr geht. Den ersten beißen die Hunde.

    KuZe in Potsdam. Hups, da flupste die Kamera.

    KuZe in Potsdam. Hups, da flupste die Kamera.

    Aber halb so schlimm: Der kleine Saal ist ordentlich gefüllt, man hört jeden Kichern, Grinsen, Schmunzeln, Blinzeln, der Filmtext “Larger than Life” funktioniert so gut wie noch nie, und nach frenetischen “PauL!”-Rufen (ok, das “L” von PauL kann man zwar nur als “l” rufen, aber egal) geben wir auch noch ne Disko-Zugabe. Diss Ko ist kein Imperativ! Und Großraumtaxis brauchen anscheinend immer lange, wenn man eilig zum Bahnhof muss.

    "Wir warten im Viereck, wir warten konzentriert."

    "Wir warten im Viereck, wir warten konzentriert."

    Heute Vor- und Mittag war PauL dann noch schmausend in der Casa Klötgen. Womit ich auch endlich mal einen Fuß nach Friedrichshain gesetzt habe. Ein kleiner Abstecher zur Eastside-Gallery vervollständigte das Stadt-Feeling. (“Ditte ham wa jeden Tag!” ruft der Berliner. Jaja.)

    Berlin. Einsam unter 3 Millionen?

    Berlin. Einsam unter 3 Millionen?

    Berlin. Immer crazy und originell. Natürlich.

    Berlin. Immer crazy und originell. Natürlich.

    Jetzt sitze ich nach einer weiteren PauL-Textungssession in der Küche und surfe ein wenig mit Scharris UMTS-Stick. Toll, diese Technik.

  • Heiner, 18 Nov 2009 /  Bilder, PauL, Reiseberichte

    Die Uni in München ist besetzt, und ich kann nicht mehr mitsitzen. Schade. Auch in Anbetracht, dass gestern die Sportis ein Konzert im Audimax gegeben haben. Warum ich bis Samstag nicht mehr dabei sein kann:

    Nach zwei Wochen post-National-Poesiefreiheit gehts nun wieder los. PauL ist on the road, in Berlin. Da war ich seit zwei Jahren nicht. Und als ich ankomme, schauts aus wie vor zwei Jahren. Oder hat sich was geändert? Wir werden sehen. Zuerst kommen Bumillo und ich am Schlesischen Tor an, Erinnerungen ans Kato und National 2007 werden wach. In der Falckensteinstraße erwartet uns der kräftig renovierende, Decken herausgebrochen habende, Bolzenschneider betätigende, bastelnde Bas Böttcher.

    Sitzen, Reden, Arbeiten

    Sitzen, Reden, Arbeiten

    Der erste Termin: Saalbauslam in Neukölln. Ich war bisher zweimal in Berlin, aber noch nie in Neukölln. Neukölln, das kannte ich nur aus den Medien, aus Bildbänden, aus Büchern, die ich heimlich unter der Bettdecke gelesen habe. Sollten sich alle Vorurteile bestätigen? Sollte sich etwa tatsächlich 1-Euro Laden an einem Euroladen an 1-Euro Laden einladend laben? (U7 Karl-Marx-Straße, wir steigen aus.) Ja.

    Neukölln, eins.

    Neukölln, eins.

    Direkt an der Haltestelle: Der Saalbau. Kontrastreicher zum Außenbild gehts vermutlich kaum. Der Slam gestaltet sich entspannt, PauL ist featured, die Berliner Dichter dichten in Richtungen, die ich in letzter Zeit eher selten gehört habe. Tilman Birr und Maik Martschinkowsky moderieren.

    Neukölln, zwei.

    Neukölln, zwei.

    Danach stolpert der Tross noch ins Valentinstüberl. Eine bayerische Kneipe sagt man uns, unabhängig davon ausgewählt, dass Bumillo und ich Bayern sind. Bierbänke in kahlranziger Umgebung, aber grundsätzlich nicht ohne Gemütlichkeit. Ich fühle mich in Berlin angekommen. An der Decke rotiert etwas.

    Blick nach oben.

    Blick nach oben.